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	<title>iA</title>
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	<description>Wir sind iA, eine digitale Agentur. Wir konzentrieren uns aufs Wesentliche. Unsere Produkte bieten eine gute Nutzererfahrung und sind wirtschaftlich erfolgreich. Die Schönheit unserer Designs zeigt sich im Gebrauch.</description>
	<lastBuildDate>Fri, 11 May 2012 08:51:53 +0000</lastBuildDate>
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		<title>freitag.ch gewinnt Swiss E-Commerce Award</title>
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		<pubDate>Thu, 10 May 2012 16:45:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Konstantin Weiss</dc:creator>
				<category><![CDATA[Featured]]></category>

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		<description><![CDATA[<ol>
<li>Mai 2012: der von iA gestaltete FREITAG-Shop ist "überragender Sieger" beim Swiss E-Commerce Award - ausgezeichnet mit Gold in drei Kategorien. Hier lesen Sie, wie das Design entstanden ist, weshalb der FREITAG-Shop nun besser konvertiert und was es braucht, um einen Lastwagen auf der freien Autobahn zu erlegen.</li>
</ol>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="alert">9. Mai 2012: der von iA gestaltete FREITAG-Shop ist &#8220;überragender Sieger&#8221; beim Swiss E-Commerce Award &#8211; ausgezeichnet <a href="http://www.ecommerce-award.ch/2012/05/10/freitag-ch-ist-der-grosse-abraumer-beim-1-swiss-e-commerce-award/">mit Gold in drei Kategorien</a>.</p>

<p>Zehn Jahre trägt der stolze Lastwagen seine Abdeckplane auf der freien Autobahn. Bis ihm die urbanen Jäger von FREITAG an einem Tunnelausgang auflauern, das Fell, pardon die Plane über die Kabine ziehen und daraus Taschen machen. Die &#8220;Individually Recycled Freeway Bags&#8221; von FREITAG werden geliebt und gekauft wegen der Geschichten, die sich um ihre Entstehung und ihre Erfinder, die Freitag-Brüder ranken. Geschichten mit E-Commerce zu verweben war denn auch die Herausforderung bei der Neugestaltung von freitag.ch. Nun ist der Shop, konzipiert und gestaltet von iA und umgesetzt von Namics online gegangen.
<span id="more-1294"></span></p>

<p><a href="http://freitag.ch"><img src="/wp-content/uploads/2011/10/home_main_image_FINAL.jpg" alt="" /></a></p>

<p>Die Einführung standardisierter Fracht-Container nach dem zweiten Weltkrieg hat unsere Welt verändert. War das Be- und Entladen eines Schiffes zuvor ein Puzzle, das viel Manpower und Zeit in Anspruch nahm, konnten danach Container unabhängig von ihrem Inhalt einfach und rasch übereinander gestapelt werden.</p>

<p>Websites haben ein ähnliches Puzzle-Problem. Definiert man Seiten als Ganzes, müssen die immer wieder aufkommenden Inhaltsstücke mühsam aneinander angepasst und an vielen Orten gepflegt werden. Zudem muss jede Seite für sich konzeptualisiert und in der Seiten-Hierarchie platziert werden. Dagegen ist es einfacher, einen Inhaltsstück zu definieren und die Bedingungen zu nennen, unter welchen es erscheinen soll. Aus diesem Gedanken entstand das Container-Prinzip für E-Commerce-Seiten.</p>

<h2>Vom Nutzerziel zum Kontext</h2>

<p>Auf der <a href="http://freitag.ch">neuen FREITAG-Website</a> werden Inhalte in Container gepackt und immer wieder so zusammengestellt, dass die Seite dem Nutzer dient. Dabei gilt das Prinzip: vom Nutzerziel zum Kontext. Je weiter nach unten der Nutzer scrollt, desto mehr Kontext bekommt er zu seinem primären Ziel.</p>

<h2>Modularität</h2>

<p>Wenn Inhalte in Containern und nicht in Seiten gedacht werden, wird das klassische Denken in Seiten aufgebrochen. Container können intelligent sein, während die Seite nur ein Gefäss, also ohne Logik bleibt. So kann ein Container feststellen, welche Produkte sich in einem anderen Container befinden und z.B. ähnliche Produkte anzeigen. Dieses Prinzip versetzt FREITAG in die Lage, immer wieder neue Container unabhängig vom Rest der Site zu entwickeln und einzusetzen.</p>

<p><img src="/wp-content/uploads/2011/10/f_shop.jpg" alt="" /></p>

<h2>Anforderungen an die FREITAG Website</h2>

<p>Mit dem Containerprinzip geht iA auf grundliegende Eigenarten der FREITAG Website ein.</p>

<p>1. <strong>Haltung &gt; Story Telling</strong></p>

<p>Jedes FREITAG-Produkt hat Wurzeln, über die Geschichten erzählt werden sollen. So werden die Werte fassbar, die jedem FREITAG-Produkt inne sind. FREITAG trennt Verkauf nicht von Geschichten.</p>

<p>2. <strong>Branding &gt; Look &amp; Feel</strong></p>

<p>Die FREITAG-Produktlinien FUNDAMENTALS und REFERENCE unterscheiden sich visuell voneinander. Jede Produktlinie erhält einen eigenen Containerstil. Die interaktiven Elemente bleiben dagegen im FREITAG-Stil. So kann man sagen: es sieht nach REFERENCE aus &#8211; es fühlt sich wie FREITAG an.</p>

<p>3. <strong>Unikate vs. Massenprodukte &gt; Pars Pro Toto</strong></p>

<p>FREITAG-Produkte sind durch ihre Entstehungsgeschichte Unikate. Die Website erklärt das Prinzip des Unikats, indem sie einzelne Unikate stellvertretend für ganze Modelle zeigt. Jede Tasche, die man auf der Site sieht, kann man auch kaufen. Auf dem Weg zum Kauf wird aber die Vielzahl an verfügbaren Unikaten offenbart.</p>

<p>4. <strong>Länderspezifisches Wissen &gt; Conditions</strong></p>

<p>In verschiedenen Ländern haben Menschen einen unterschiedlichen Kenntnisstand darüber, wer die Firma FREITAG ist, woher sie kommt, warum und wie ihre Produkte entstehen. Je nach Kenntnisstand im jeweiligen Land werden über programmatische Bedingungen unterschiedliche Informations-Container angezeigt.</p>

<h2>Design for Conversion</h2>

<p>freitag.ch vermittelt zwar viele Hintergrundinformationen zu den Taschen und zum Unternehmen. Mindestens ebenso wichtig ist aber, dass man die FREITAG-Produkte kaufen kann. Dabei stand FREITAG seit jeher vor einer besonderen Herausforderung: Jedes FREITAG-Produkt ist ein Unikat. Gut, wenn der Nutzer mit diesem Konzept vertraut ist. Was ist aber mit Menschen, die Massenprodukte gewohnt sind und einfach die Tasche kaufen möchten, die sie gerade sehen? Oder mit denen, die sich vielleicht doch von einem anderen Planenmotiv mehr angezogen fühlen würden?</p>

<p>In enger Zusammenarbeit mit FREITAG hat iA an der Conversion gearbeitet. Das Ergebnis zeigt sich im Online-Shop: die Produkt-Modelle werden direkt mit Unikaten angeteasert. Hinter jedem Produktbild steckt also tatsächlich ein Unikat, das man kaufen kann. Nicht nur die von FREITAG eingesetzte 360°-Fotostation für die Unikatbilder ist dabei eine Spezialanfertigung. Auch die Informationsarchitektur bedient unterschiedliche Bedürfnisse von rationalen Entscheidungen, emotionalen Käufen und notorischen Wiederkäufern. Wir analysierten Käuferabsichten und kaufentscheidende Kriterien, gossen sie in Szenarien, Customer Life Cycles und Use Cases. Anschliessend wurden darauf abgestimmt die Conversion Funnel minutiös erarbeitet und im Detail mit FREITAG abgestimmt.</p>

<p>FREITAG geht es nicht nur um den einen Verkauf, sondern darum, Kunden zu Fans zu machen. Schliesslich besteht das Leben aus Kreisläufen, so wie die LKW-Planen durch FREITAG ein zweites Leben bekommen. Die Informationsarchitektur dient deshalb nicht allein dem Zweck des Verkaufs. Durch die Container-Struktur bietet sie immer wieder Raum für Geschichten.</p>

<p>Ohne die enge Zusammenarbeit mit FREITAG, den Input von Tausenden von Support-Emails, Nutzeranalysen und Interviews, dem iterativen Feedback wäre der Shop in dieser Form nicht möglich gewesen. Auch technisch ist er weit weg von einer Standardlösung, weshalb eine enge Abstimmung mit <a href="http://www.namics.ch">Namics</a> dieses Shop-Erlebnis erst ermöglichte.</p>

<p><a href="http://freitag.ch"><img src="/wp-content/uploads/2011/10/freitag-ch-home.jpg" alt="" /></a>
<em>Containerzusammenstellung auf der Startseite zum Zeitpunkt des Relaunches</em></p>

<p><img src="/wp-content/uploads/2011/10/freitag-ia-scribble.png" alt="" />
<em>iA-Scribble von Daniel Freitag auf der <a href="http://freitag.ch/helden">Helden-Seite</a></em></p>

<h2>Weitere iA-Projekte</h2>
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		<item>
		<title>Salzburg.com &#8211; Alle Facetten einer Region</title>
		<link>http://informationarchitects.ch/salzburg-com-alle-facetten-einer-region/</link>
		<comments>http://informationarchitects.ch/salzburg-com-alle-facetten-einer-region/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 06 Feb 2012 13:05:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Chris Lüscher</dc:creator>
				<category><![CDATA[Design]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[iA]]></category>
		<category><![CDATA[Projekte]]></category>

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		<description><![CDATA[Oft ist die Weltpolitik relevant für eine Region und manchmal ist die Politik einer Region relevant für die Welt. Bei Regionalzeitungen mit überregionalem Anspruch bewirkt dies zuerst und vor allem ein zünftiges Kuddelmuddel in der Ressortnavigation. Wilde Kategorienmischungen wie bei der WAZ sind keine Seltenheit: "News - Lokales - Politik - Sport". Wo sind denn die lokalen News - und finde ich den Lokalsport nun unter Lokales, Sport, oder an beiden Orten? Die Rheinische Post unterscheidet sogar noch radikaler: "Aktuelles - Regionales" steht da ganz oben und damit eigentlich die Behauptung, dass es in Düsseldorf nie Aktuelles über die Region zu berichten gebe. Ach war das einfach, damals mit der Bundstruktur.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Oft ist die Weltpolitik relevant für eine Region und manchmal ist die Politik einer Region relevant für die Welt. Bei Regionalzeitungen mit überregionalem Anspruch bewirkt dies zuerst und vor allem ein zünftiges Kuddelmuddel in der Ressortnavigation. Wilde Kategorienmischungen wie bei der <a href="http://www.derwesten.de/">WAZ</a> sind keine Seltenheit: &#8220;News &#8211; Lokales &#8211; Politik &#8211; Sport&#8221;. Wo sind denn die lokalen News &#8211; und finde ich den Lokalsport nun unter Lokales, Sport, oder an beiden Orten? Die <a href="http://www.rp-online.de/">Rheinische Post</a> unterscheidet sogar noch radikaler: &#8220;Aktuelles &#8211; Regionales&#8221; steht da ganz oben und damit eigentlich die Behauptung, dass es in Düsseldorf nie Aktuelles über die Region zu berichten gebe. Ach war das einfach, damals mit der Bundstruktur.
<span id="more-1374"></span></p>

<p>Seit einer Woche ist Österreich den anderen in Sachen News-Kategorisierung eine Nasenlänge voraus, oder zumindest sind das dank iA die Salzburger Nachrichten. Auf <a href="http://www.salzburg.com/">Salzburg.com</a> ist die Ressortnavigation nämlich als facettierte Suche umgesetzt. Auswahlen wie &#8220;Politik &#8211; Österreich&#8221; oder &#8220;Sport &#8211; Salzburg&#8221; werden so jederzeit und transparent möglich: die Ressortnavigation einer Regionalzeitung mit überregionalem Anspruch, befreit von der Bundstruktur-Denke.</p>

<p><a href="http://www.salzburg.com/"><img title="Salzburger Nachrichten Redesign" src="http://informationarchitects.ch/wp-content/uploads/2012/02/sal.jpg" alt="" /></a></p>

<p>Die Salzburger Nachrichten zählen neben der <a href="http://diepresse.com/">Presse</a> und dem <a href="http://derstandard.at/">Standard</a> zu den renommiertesten österreichischen Tageszeitungen. iA hat ihren Online-Auftritt <a href="http://www.salzburg.com/">Salzburg.com</a> komplett überarbeitet.</p>

<h2>Weitere iA-Projekte</h2>
]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Golem.de – Professionelle Computeranwender gewinnen Übersicht</title>
		<link>http://informationarchitects.ch/golem-de-redesign/</link>
		<comments>http://informationarchitects.ch/golem-de-redesign/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 13 May 2011 12:43:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ralf Ressmann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Design]]></category>
		<category><![CDATA[Projekte]]></category>

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		<description><![CDATA[Auf dem ersten Blick klang die Anforderung recht einfach: breiter und besser lesbar sollte die neue Seite von golem.de werden und auch das Logo sollte überarbeitet werden. Wenn eine Online-Plattform über 14 Jahre eine Stammleserschaft aufgebaut hat, muss das allerdings behutsam umgesetzt werden. Das Ergebnis dieses Prozess ist seit Mai 2011 online. Golem bietet einen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Auf dem ersten Blick klang die Anforderung recht einfach: breiter und besser lesbar sollte die neue Seite von <a href="http://golem.de" target="_blank" title="Golem.de Redesign von iA">golem.de</a> werden und auch das Logo sollte überarbeitet werden. Wenn eine Online-Plattform über 14 Jahre eine Stammleserschaft aufgebaut hat, muss das allerdings behutsam umgesetzt werden. Das Ergebnis dieses Prozess ist seit Mai 2011 online.  <span id="more-1197"></span></p>

<p><a href="http://golem.de/"><img src="http://informationarchitects.ch/wp-content/uploads/2011/05/golem2.jpg" alt="golem.de Redesign von iA" title="golem.de Redesign von iA"  class="alignnone size-full wp-image-1208" /></a></p>

<p>Golem bietet einen Einblick in die Informationstechnologie und Telekommunikationsbranche. Zu den Lesern der Plattform gehören IT-Fachleute, Online-Verantwortliche, Marketingentscheider, Einkäufer und technisch Interessierte. Diese haben sich in der Vergangenheit häufiger eine Seite gewünscht, die breiter ist und mehr in die Mitte des Browserfensters rückt. Inhaltlich hat sich nichts geändert: Der etablierte Mix aus Hintergrundberichten, Tests, Interviews und Analysen des Marktgeschehens bleibt erhalten.</p>

<p><object width="699" height="393"><param name="movie" value="http://video.golem.de/player/videoplayer.swf?id=4778&#038;autoPl=false"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="AllowScriptAccess" value="always"><embed src="http://video.golem.de/player/videoplayer.swf?id=4778&#038;autoPl=false" type="application/x-shockwave-flash" allowfullscreen="true" AllowScriptAccess="always" width="699" height="393"></embed></object><a href="http://video.golem.de/internet/4778/relaunch-2011-zeitreise-durch-14-jahre-golem.html">Video: Relaunch 2011 &#8211; Zeitreise durch 14 Jahre Golem</a>&nbsp;(1:20)</p>

<h2>Warum Golem?</h2>

<p>Oft werden die Macher gefragt, wie es zu dem Namen golem kam. Unter <a href="http://golem.de">golem.de</a> wird das so erklärt:</p>

<p>&#8220;Der Golem ist verschiedenen Legenden zufolge ein von Menschen geschaffenes, unbeseeltes Wesen aus Lehm. Mit Hilfe von niedergeschriebenen Befehlen wird er zum Leben erweckt, anschliessend führt er Befehle unreflektiert und emotionslos aus. Die Folgen können tödlich sein. Die Analogie zum Computer ist nicht weit: Für uns steht der Golem für das technisch Mögliche, er warnt aber auch vor den Folgen allzu großer Technik-Euphorie. Jede technische Entwicklung kann ihre Auswirkungen auf den Menschen haben &#8211; negativ wie positiv.&#8221;</p>

<p>Zur Namensgebung beigetragen haben unter anderem Stanislaw Lems bedrückendes Buch &#8220;Also sprach GOLEM&#8221;, der humorvolle Scheibenwelt-Roman &#8220;Hohle Köpfe&#8221; von Terry Pratchett und natürlich die Sage um den Prager Rabbi Löw und seinen Golem.</p>

<p>Das von iA überarbeitete Logo behält das Auge bei als Symbol der Wachsamkeit, die wir uns beim Umgang mit moderner Technik stets bewahren sollten.
<h2>Weitere iA-Projekte</h2></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Business-Class: Ein Freemium-Modell für Zeitungswebseiten?</title>
		<link>http://informationarchitects.ch/freemium-im-news-business/</link>
		<comments>http://informationarchitects.ch/freemium-im-news-business/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 11 May 2011 08:20:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Oliver Reichenstein</dc:creator>
				<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Paid Content]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Geschäftsleiter eines grösseren Medienunternehmens hat mich kürzlich nach meinem Standpunkt zum Thema Pay Walls, diesen Online-Bezahlschranken gefragt. Worauf ich, wie üblich, mit Schema-F antwortete: Die Grundwährung von News-Websites sei die Aufmerksamkeit und nicht Moneten. Seine Aufgabe als Verleger bestünde darin, diese Aufmerksamkeit in Geld zu verwandeln und die Aufmerksamkeits-Maschinerie am Laufen zu halten. Er nickte und erwiderte zu meinem Erstaunen...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Geschäftsleiter eines grösseren Medienunternehmens hat mich kürzlich nach meinem Standpunkt zum Thema Pay Walls, diesen Online-Bezahlschranken gefragt. Worauf ich, wie üblich, mit Schema-F antwortete: Die Grundwährung von News-Websites sei die Aufmerksamkeit und nicht Moneten. Seine Aufgabe als Verleger bestünde darin, diese Aufmerksamkeit in Geld zu verwandeln und die Aufmerksamkeits-Maschinerie am Laufen zu halten. Er nickte und erwiderte zu meinem Erstaunen&#8230;<span id="more-1155"></span></p>

<blockquote>Auch ich glaube nicht an einen Erfolg der Pay Walls. Aber wir müssen etwas tun, bevor wir alle unsere jetzigen Abonnenten verlieren. Klar, es ist ein hartes Business&#8230; Aber das Geschäft mit der Luftfahrt ist auch kein Zuckerschleck, und doch haben Fluggesellschaften einen rentablen Weg gefunden. Können Sie mir erklären, weshalb manche Leute Business-Class buchen, obschon mich das Flugzeug an denselben Ort bringt, unabhängig davon, ob ich Business oder Economy fliege? Der massive Preisunterschied lässt sich ja nicht wirklich erklären, wenn man den tatsächlichen Wert der beiden Dienstleistungen vergleicht.</blockquote>

<p>Er wollte wissen, ob ich mir schon Gedanken dazu gemacht hätte, wie sich die Logik des Luftfahrtbusiness auf das Online-News-Geschäft übertragen liesse. Wie würde eine News-Website der Business-Class aussehen?</p>

<blockquote>Kunden der Business-Class wollen auf die Folter in der Holzklasse verzichten. Beim Boarding und bei den Sicherheitskontrollen müssen sie sich weniger lange anstellen, und sie erhalten Champagner à discrétion. Nach der Landung sind sie schneller draussen, und nicht zuletzt geniessen sie das Gefühl von höherem Status.</blockquote>

<p>Er fügte hinzu, dass er sich auch im News-Business eine Methode erhoffe, um jeden Leser immer wieder durch die edlen Klassen hindurch zu führen, damit der Economy-Class-Kunde erkennt, was ihm fehlt.</p>

<h2>Information verknappen ist nicht ökonomisch</h2>

<p>Unabhängig davon, wie geglückt oder schief der Vergleich scheinen mag, in einem Punkt hatte mein Gesprächspartner sicherlich recht. Nachrichten in einem Online-Medium zu lesen, fühlt sich an wie ein Flug auf den billigen Plätzen. Zudringliche und zerstreuende Werbung, billige Archivbilder, schludrige Typografie, haufenweise sinnlose Leserkommentare, Leseempfehlungen von IT-Robotern und der Mangel an persönlichen Dienstleistungen sowie ein beengendes Informations-Design machen das Leseerlebnis zu einer Tortur.</p>

<p>Wer ebenso wie wir Online-Nachrichtenportale gestaltet, der weiss, dass wir Designer dieses Problem nicht bloss durch Klugheit oder Anstrengung lösen können. Privatwirtschaftlich organisierte Medienhäuser müssen Geld verdienen und <strong>die meisten Publikationen präsentieren sich so wie sie sind, weil die Instruktionen und die Anforderungen an die Gestaltung so sind wie sie sind</strong>. Folgender Vergleich macht deutlich, wie viel Platz die Marketing-Strategie für sich beansprucht, damit sich das Produkt rentiert. Die beiden Darstellungen illustrieren, wie begrenzt der Raum ist für die eigentlichen Inhalte, das heisst redaktionelle Beiträge.</p>

<p><img src="http://informationarchitects.ch/wp-content/uploads/2011/05/nyt-economy-noise.png" alt="Das Rauschen auf einer NYT-Webpage" class="G6"></p>

<p>Trotz dieses umfassenden Rauschens muss man nach wie vor festhalten, dass Online-Nachrichten-Sites noch nicht genügend Profit generieren. Manche Verlage versuchen nun die Finanzen in den Griff zu kriegen, indem sie Bezahlschranken bauen: &#8220;Die Leser wollen Nachrichten? Dann mögen sie bitte dafür bezahlen!&#8221; Wie allgemein schon früher erkannt wurde, ist dieses Verkaufsargument für Internet-User nicht sehr überzeugend. Schliesslich sind sie in Hülle und Fülle umgeben von Gratis-Nachrichten. Die strategischen Probleme, welche Bezahlinhalte mit sich bringen, werden immer wieder gewälzt:</p>

<ol>
    <li>Im Netz sind Informationsgüter kein knappes Gut – wenn ich als Leser einen Artikel nicht lesen kann, lese ich eben einen anderen, entweder bei der gleichen Quelle oder dann halt anderswo.</li>
    <li>Bezahlschranken schwächen die Hauptattraktion (Inhalte) Ihrer Nachrichten-Site und die mehrfachen Anmelderoutinen auf den verschiedenen Plattformen schädigen die Nutzererfahrung (User Experience). Manche Anbieter von Bezahlinhalten erlauben ihren gewieften Lesern den Einsatz von Sozialnetzwerken, um Inhalte mit Internet-Usern zu teilen, ohne dass diese zur Kasse gebeten werden. Auch diese Strategie wird sich langfristig nicht auszahlen, da viele Inhalte in Zukunft noch stärker via Social Media konsumiert werden.</li>
    <li>Manche Bezahlangebote sind ebenso mit Marketing-Inhalten übersät wie kostenfreie Angebote. Zahlende Kunden sind für den Werbemarkt eine attraktive Klientel, aber für Inhalte zu bezahlen und sich bei der Lektüre trotzdem einem Feuerwerk von Werbung aussetzen zu müssen, ist für den Leser kaum ein fairer Deal.</li>
</ol>

<p>Verstehen Sie mich bitte nicht falsch: Bezahlschranken für Inhalte ist nicht das, was wir empfehlen. Sie erinnern sich an den Vergleich mit der Luftfahrt: Das Resultat einer Reise in der Business- oder in der Economy-Klasse ist dasselbe, ein Flug von A nach B. Lediglich das Erlebnis ist ein anderes. Ebenso sollten inhaltlich dieselben Nachrichten gelesen werden können, unabhängig davon, ob man sich als Leser in den Sitzreihen der Economy- oder der Business-Class von Nachrichten-Websites niederlässt.</p>

<p><strong>Die Idee einer Business-Class für Online-News betrifft nicht den Einkauf von Informationen, sondern sie betrifft den Kauf eines besseren Erlebnisses. Es geht um Dienstleistungen und Nutzererfahrung. Anders formuliert: Kunden lesen Bezahlinhalte, während User Gratisinhalte absurfen.</strong></p>

<h2>Gleiche Informationen bei unterschiedlichem Erlebnis</h2>

<p>Die Idee eines Geschäftsmodells, welches eine Alternative zur fürchterlichen Nutzererfahrung von Online-News-Angeboten bieten würde, ist nicht besonders extravagant: Instapaper, Readability, FlipBoard und andere profitieren schon heute vom barbarischen Leseerlebnis heutiger Nachrichten-Portale. (Genau das empfiehlt Jay Rosen: &#8220;<a href="https://twitter.com/#!/jayrosen_nyu/status/59689612393717760">Verlagshäuser sollten in den Wettbewerb gegen FlipBoard einsteigen.</a>&#8221; Mit news.me fährt inzwischen die New York Times exakt auf dieser Schiene.) Diese neuen E-Reader-Programme, welche als Leseschnittstelle fungieren, teilen folgende Gemeinsamkeiten:</p>

<ol>
    <li>Fokussierung auf die Gestaltung des Inhalts</li>
    <li>Verzicht auf blinkende und abstossende Werbung und Verzicht auf Platzverschwendung durch unnötiges Rauschen</li>
    <li>Relevanz durch Personalisierung</li>
</ol>

<p>Diese Dienstleistungen bieten zudem den Vorteil, dass die Nachrichten und Artikel von verschiedenen Quellen stammen. Was diese Dienste ganz im Gegensatz zu den Verlagshäusern nicht bieten:</p>

<ol>
    <li>Hochwertiges Bildmaterial (ist meistens zu kostspielig für ein grösseres Publikum)</li>
    <li>Einen ausserordentlich starken Markennahmen sowie ein ausgedehntes soziales Netzwerk ausgehend von der News-Website</li>
    <li>Persönliche Dienstleistungen dank qualifiziertem journalistischem Personal (nur für Premium-Kunden)</li>
</ol>

<p>Wäre es nicht zumindest ein Versuch wert, wenn Sie eine Business-Class-Version Ihrer Nachrichten-Site anbieten würden, anstatt dieses Geschäft einer boomenden E-Reader-Software-Branche zu überlassen?</p>

<h2>Klingt gut, aber wie muss man sich das vorstellen?</h2>

<p>Wie sollte eine Business-Class-Version einer Nachrichten-Website genau aussehen? Zur Stunde bearbeiten wir exakt diese Fragestellung bei einem Beratungsprojekt, welches hinter den Kulissen stattfindet. Soweit wir das einschätzen, liegt die Lösung näher, als es sich vermuten lässt. Aus offensichtlichen Gründen können wir hier keine Gestaltungsbeispiele aus diesem Projekt publizieren. Ein augenfälliges Beispiel zur Darstellung eines bestimmten Aspekts ist die gesäuberte Online-Version der New York Times.</p>

<p><img src="http://informationarchitects.ch/wp-content/uploads/2011/05/nyt-economy-vs-business1.png" alt="Die NYT als Economy- und als Business-Verision" class="G6"></p>

<p>Welche Version würden Sie lieber lesen? Was halten Sie davon, wenn Sie die &#8220;laute,&#8221; durch Werbung finanzierte Version gratis konsumieren dürften und die auf Lesbarkeit optimierte Ausgabe gegen Bezahlung erhielten? Und wäre es reizvoll, wenn die angenehme Version auch für das Lesen von News-Beiträgen aus Quellen jenseits der NYT genutzt werden könnte? Wie, wenn Sie zudem ein besseres Nutzer-Profil erhielten, mit der Aussicht Fragen und Hinweise, die Sie im Kommentarbereich abgeben, beantwortet zu kriegen?</p>

<p>Nein, es geht nicht darum, die kostenfreie Version extra hässlich zu gestalten – bei der Fliegerei wird gemunkelt, man quäle die Economy-Gäste bewusst. Das im Web weitverbreitete Berechnungsmodell mittels Cost per View (CPV) wird automatisch für ein lautes Resultat bei der Economy-Version sorgen.</p>

<p>Ein schwieriges Unterfangen wäre der Aufbau einer Business-Class-Version der Bild-Zeitung oder eines anderen Boulevardblatts. Vorausgesetzt wird also ein Markennamen, der eindeutig mit einem Qualitätstitel assoziiert wird. Die Business-Class-Idee funktioniert also nur für Publikationen wie Die Zeit, The New Yorker, Il Sole 24 Ore und Le Monde. Le Monde versucht es mit einem ähnlichen Konzept, allerdings wird dort das &#8220;Upselling&#8221; betrieben mit einem grösseren Angebot an Artikeln und Nachrichten (genau das empfehlen wir nicht) und einer Leserblogfunktion.</p>

<h2>Wie viel darf es kosten?</h2>

<p>Wir möchten Sie nun als regelmässigen Leser von Le Monde, NYT oder Die Zeit fragen, wie viel Sie bereit wären für die Business-Class-Ausgabe dieser Online-Publikationen zu bezahlen? Ich vermute, es müsste sich um eine Jahresgebühr handeln. Eine jährliche Rechnung von 99 Euro ist auf Dauer psychologisch weniger schmerzhaft als die monatliche Zahlung von 10 Euro. Die obigen Beispiele sollen bei dieser Preisfrage nicht ausschlaggebend sein. Die Business-Class-Versionen sollen schliesslich nicht nur eine bessere Gestaltung, sondern auch sonst mehr bieten.</p>

<p>Wie viel darf es kosten? 0, 5, 9, 49, 99 oder 299 Euro pro Jahr? Stellen Sie sich dabei vor, sie könnten zusätzlich Nachrichten anderer News-Quellen lesen in derselben Gestaltung und mit demselben Tool.</p>

<p>Senden Sie uns eine <a href="http://twitter.com/iA">Twitter-Nachricht</a> mit dem Preis, den Sie bereit wären, pro Jahr zu bezahlen. Wir freuen uns darüber.</p>

<p>(Übersetzt von <a href="http://on.fb.me/dossier-marc-boehler">Marc Böhler</a>. Dieser Beitrag auf Englisch: &#8220;<a href="http://www.informationarchitects.jp/en/business-class-news/">Business Class: Freemium for News?</a>&#8220;)</p>
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		<title>Venn ich nur wüsste, was UX ist</title>
		<link>http://informationarchitects.ch/venn-ich-nur-wuesste-was-ux-ist/</link>
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		<pubDate>Wed, 27 Apr 2011 14:32:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Chris Lüscher</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Ux]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich weiss ganz genau, was wir hier bei iA machen. Der Kollege, den ich vor einem Monat nach langer Zeit wieder einmal traf, der wusste das nicht. Wie er mir erzählte, hatte auch das eingehende Studium unserer Webseite daran nichts geändert. Dieser Kollege ist ein Zyniker, deshalb mag ich ihn nicht besonders und hatte keinen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich weiss ganz genau, was wir hier bei iA machen. Der Kollege, den ich vor einem Monat nach langer Zeit wieder einmal traf, der wusste das nicht. Wie er mir erzählte, hatte auch das eingehende Studium unserer Webseite daran nichts geändert. Dieser Kollege ist ein Zyniker, deshalb mag ich ihn nicht besonders und hatte keinen Kontakt mehr mit ihm aufgenommen seit ich damals noch als Projekt Manager bei einer anderen Firma arbeitete. Diesmal witterte ich die Chance, meine lang geplante Feldstudie &#8220;User eXperience erklären&#8221; in die Tat umzusetzen. <span id="more-1102"></span>Meine Eltern finden sowieso gut, was ich tue, sind als Versuchskaninchen also nicht geeignet. Da kam mir ein nichts ahnender Zyniker gerade recht. Er fragte:
<blockquote>UXwas? Weshalb muss gerade der Nutzer im Zentrum stehen? Mir geht&#8217;s mit meinen Seiten vor allem darum, Geld zu verdienen!</blockquote></p>

<p>So schnell kriegst du mich nicht, Früchtchen. Der Fokus auf den Nutzer ist unser Mittel gegen das, was Firmen sonst immer tun: auf den eigenen Nabel schauen. Zu ihrem eigenen Schaden, wie ich dir gleich erklären werde. 2 Stunden und eine Flasche Wein in der Bar Sol später (auf meine Kosten, sparsam ist er auch) hatte er es genau verstanden, denn er frage: 
<blockquote>Wieso müsst ihr denn so viel wissen, um euer Design zu machen? Ist das nicht mehr Photoshop und so?</blockquote></p>

<p>Gute Frage, ich werde dir jeden Aspekt erläutern, lass uns wandern gehen, ich übernehme die Kosten für die Bahnfahrt und bringe Proviant mit. Auf steinigen Wiesen voller Kühe erläuterte ich im feinsten Detail, wie bei interaktiven Produkten die Pläne und das Verhalten einer Organisation, die Technologie und bewusste Gestaltungs-Entscheide bezüglich Strategie, Struktur und Oberfläche zusammenspielen und letztendlich etwas produzieren, das wir User Experience nennen. Mit der, wie schon erläutert, der Erfolg eines Produktes steht und fällt. Er hatte das ganz genau begriffen, denn er fragte:
<blockquote>Sowas kann man doch gar nicht managen, das ist doch viel zu gross!</blockquote></p>

<p>Nun, da kann ich dir nun wirklich nicht helfen, Projekt Management erfordert viel Erfahrung, Empathie &#8211; Menschenkenntnis &#8211; und Wissen über die Organisationen, in denen sich Menschen zusammentun. 
<blockquote>Aha. Hm. Ihr sagt doch, ihr macht die Dinge einfacher, also erklär&#8217; mir das alles nochmals in 3 Sätzen!</blockquote></p>

<p>Oops. Panik! Überraschender Sieg des Zynikers in der letzten Runde? </p>

<p>Wann immer ich UX kurz und knapp erklären muss, schleicht sich ein Bild in meinen Kopf, das sich wie ein Virus in der Designer- und Beratergemeinde verbreitet hat. Das Venn-Diagramm. Es wäre gemein, Lou Rosenfeld als den ersten Träger dieses Virus zu identifizieren, aber er ist sicher einer der auffälligsten:</p>

<p><a href="http://www.louisrosenfeld.com/home/bloug_archive/000024.html"><img src="/wp-content/uploads/2011/04/venn_rosenfeld.png"></a></p>

<p>Oder waren es die einflussreichen IDEO, die das Diagramm für immer in unsere Köpfe geschweisst haben?</p>

<p><a href="http://www.ideo.com/about/"><img src="/wp-content/uploads/2011/04/venn_ideo.png"></a></p>

<p>Auf jeden Fall verbreitete sich das Virus munter weiter. Es gab wahre <a href="http://www.lukew.com/ff/entry.asp?124">Vennologen</a> und natürlich auch solche, die gar keine Grenzen mehr sahen und aus Eigeninteresse rücksichtslos von der Dreifaltigkeitslehre abwichen:</p>

<p><a href="http://www.boxesandarrows.com/view/searching_for_the_center_of_design"><img src="/wp-content/uploads/2011/04/venn_boxesandarrows.png"></a></p>

<p>UXMatters hat beim Versuch, das maledeite Zentrum dieses Diagramms zu beschreiben per Zufall meine liebste Metapher getroffen: Design ist Krieg! Oder zumindest ein bewaffneter Konflikt:</p>

<p><a href="http://www.uxmatters.com/mt/archives/2008/04/designing-ethical-experiences-some-practical-suggestions.php"><img src="/wp-content/uploads/2011/04/venn_uxmatters.png"></a></p>

<p>Auch wir haben uns die Hände schmutzig gemacht, mit dem <a href="/das-spektrum-der-nutzererfahrung/">Spektrum der Nutzererfahrung</a>. Das Verdikt von Adaptive Path: &#8220;Intriguing, it raises more questions than it answers.&#8221;</p>

<p>Und klar ist: <a href="http://xkcd.com/773/">Wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen</a>.</p>

<p>Wird ein Architekt den Kern seiner Tätigkeit mit 3 überlappenden Kreisen erklären? Eher nicht. Wird es ein Consultant tun? Freilich! Architekten bauen Häuser. Consultants begnügen sich viel zu oft mit Luftschlössern. Wir bauen Webseiten (und andere interaktive Produkte). </p>

<p>In unseren Projekten legen wir den Fokus auf den einen oder anderen bisher vernachlässigten Aspekt: auf die Erfahrung des Nutzers mit dem Produkt, auf die Vereinfachung historisch gewachsener Strukturen, auf technologische Machbarkeit und Effizienz, auf ökonomischen Realismus. Immer aber haben wir es mit viel Komplexität zu tun. Der werden wir Herr mit unserer Erfahrung und unserer Fähigkeit, den einzelnen Problemen durch Analyse und Reflexion auf den Grund zu gehen. Ist das einfach zu erklären? Ja: Wir bauen Webseiten. </p>

<p>Ein guter Arzt kann erklären, weshalb mein Arm schmerzt, oder weshalb er meinen Blinddarm operieren muss. Kaum aber wird er ein einfaches Diagramm mit 3 Kreisen hervorziehen, das den Menschen oder den Beruf des Arztes als solchen erklärt.</p>

<p>Sind Webseiten einfacher als Menschen oder Gebäude? Helfen in unserem Fall die drei Kreise? Vielleicht &#8211; wenn wir untereinander über Komplexität und mögliche Lösungsmuster diskutieren wollen. Im häufigsten Fall verdecken sie mit ihrer vermeintlichen Vereinfachung mehr, als sie zeigen. Ich sehe sie als Zeichen von fehlender Reife einer Branche, die sich erst selbst finden muss, bevor sie anderen Vorträgen halten kann. </p>

<p>Mein zynischer Kollege hatte mich ursprünglich kontaktiert, weil er eventuell ein Projekt für iA habe und wurde zum nichts ahnenden Opfer meines Experimentes. Meine Antwort auf seine letzte Frage:
<blockquote>Hm, wenn ich dir das in 3 Sätzen erklären könnte, müsstest du mich ja nicht mehr anstellen, gell?</blockquote></p>

<p>Bild: Flickr/junkchest</p>
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		</item>
		<item>
		<title>The Brander zeigt die Macher hinter den Marken</title>
		<link>http://informationarchitects.ch/the-brander-zeigt-die-macher-hinter-den-marken/</link>
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		<pubDate>Wed, 16 Mar 2011 15:59:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ralf Ressmann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Featured]]></category>

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		<description><![CDATA[Dean &#38; Deluca Feinkost aus New York, Berta Grappa aus Mombaruzzo, R.E.M aus Athens, Georgia oder Zai Ski aus Disentis. Im Online Magazin <a href="http://www.thebrander.com">The Brander</a> dreht sich alles um Marken und die Menschen, die dahinter stehen. Auch hinter dem Magazin selbst steht ein Mensch. Er heisst René Allemann und gründete 2005 das Beratungsunternehmen <a href="http://www.branders.ch">Branders</a> in Zürich. Für das Design von The Brander hat er sich die Unterstützung von Information Architects geholt.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Dean &amp; Deluca Feinkost aus New York, Berta Grappa aus Mombaruzzo, R.E.M aus Athens, Georgia oder Zai Ski aus Disentis. Im Online Magazin <a href="http://www.thebrander.com">The Brander</a> dreht sich alles um Marken und die Menschen, die dahinter stehen. Auch hinter dem Magazin selbst steht ein Mensch. Er heisst René Allemann und gründete 2005 das Beratungsunternehmen <a href="http://www.branders.ch">Branders</a> in Zürich. Für das Design von The Brander hat er sich die Unterstützung von Information Architects geholt.<span id="more-1027"></span></p>

<p><a href="http://thebrander.com/"><img class="alignnone size-full wp-image-706" title="thebrander.com" src="/wp-content/uploads/2011/03/brander-screenshot-pc.jpg" alt="thebrander.com" /></a></p>

<p>Die Idee hinter dem Magazin beschreibt Allemann <a href="http://www.persoenlich.com/news/show_news.cfm?newsid=93970&amp;criteria=thebrander&amp;display_search=true">im Interview mit persoenlich.com</a> wie folgt: „Wir möchten Marken wieder ein Gesicht geben. Wir sind umgeben von vielen globalen, anonymen Marken. Und wer hinter den Marken steht, geht unseres Erachtens nach viel zu oft vergessen. Gleichzeitig nimmt der Wunsch nach Authentizität und Nähe stetig zu. Dies wird auch für die Markenführung immer wichtiger. Darum verleihen wir Marken und ihren Machern Ausdruck &#8211; den Unternehmern, CEOs, Designern, Erfindern und Treibern. Wir möchten zeigen, was diese Menschen verbindet, was sie antreibt und was sie inspiriert.“</p>

<p><a href="http://thebrander.com/"><img class="alignnone" title="thebrander.com" src="/wp-content/uploads/2011/03/brander2.jpg" alt="The Brander auf dem iPad" /></a>
Gezeigt wird dies im Web und auf Tablet-PC’s. Für den Browser des iPads  hat Information Architects eine optimierte Version erstellt. Die Texte des Magazins werden von ausgewählten Autorinnen und Autoren bekannter Medien verfasst.  The Brander erscheint auf <a href="http://www.thebrander.com/?lang=DE">Deutsch</a> und <a href="http://www.thebrander.com/?lang=EN">Englisch</a>
<h2>Weitere iA-Projekte</h2></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Wie iA jetzt arbeitet</title>
		<link>http://informationarchitects.ch/wie-ia-arbeitet-nach-erdbeben-in-japan/</link>
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		<pubDate>Tue, 15 Mar 2011 10:58:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Konstantin Weiss</dc:creator>
				<category><![CDATA[Featured]]></category>

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		<description><![CDATA[Unseren Kollegen in Japan geht es gut. Die aktuellen Ereignisse in Japan gehen trotzdem nicht spurlos an uns vorbei. Die guten Wünsche von Freunden und Kunden haben es uns etwas leichter gemacht. Wir möchten uns dafür bedanken. Der Grossteil der Mitarbeiter in Japan hat Tokyo inzwischen verlassen und befindet sich im Süden des Landes. Falls [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Unseren Kollegen in Japan geht es gut. Die aktuellen Ereignisse in Japan gehen trotzdem nicht spurlos an uns vorbei. Die guten Wünsche von Freunden und Kunden haben es uns etwas leichter gemacht. Wir möchten uns dafür bedanken. Der Grossteil der Mitarbeiter in Japan hat Tokyo inzwischen verlassen und befindet sich im Süden des Landes. Falls sich die Lage weiter dramatisch verschlechtert, werden einige bald in unserem Büro in Zürich arbeiten. Die Projekte mit unseren Kunden laufen weiter. Für den Wiederaufbau Japans bitten wir um <a href="http://www.japansociety.org/news">Spenden an die Japan Society</a> oder an <a href="http://www.redcross.ch/aid/donations/international/detail-de.php?id=75">das Rote Kreuz</a>.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Die Zeitungsapplikationskomplikation &#8211; wer zahlt?</title>
		<link>http://informationarchitects.ch/die-zeitungsapplikationskomplikation-wer-zahlt/</link>
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		<pubDate>Fri, 18 Feb 2011 15:42:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ralf Ressmann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Featured]]></category>

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		<description><![CDATA[Computer, Smartphone, Tablet-PC, IP-TV, Spiele-Konsole, Navigationsgerät und vielleicht sogar im Display des neuen Backofens. Das Web soll uns ganz wie von Bill Gates vorhergesehen überall Information übermitteln. In wie weit das wirklich Sinn macht, ist eine andere Frage. Klar ist: Smartphones sind auf dem Sprung zum Massenmedium und werden unsere Webnutzung gewaltig verändern.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Computer, Smartphone, Tablet-PC, IP-TV, Spiele-Konsole, Navigationsgerät und vielleicht sogar im Display des neuen Backofens. Das Web soll uns ganz wie von Bill Gates vorhergesehen überall Information übermitteln. Ob das wirklich Sinn macht, ist eine andere Frage. Klar ist: Smartphones sind auf dem Sprung zum Massenmedium und werden unsere Webnutzung gewaltig verändern.
<span id="more-995"></span></p>

<p>Die jüngsten Zahlen von <a href="http://www.cisco.com/en/US/solutions/collateral/ns341/ns525/ns537/ns705/ns827/white_paper_c11-520862.pdf">Cisco</a>  sind beeindruckend:
<ul>
<li>
Die durchschnittliche weltweite Smartphone-Nutzung hat sich 2010 verdoppelt.
</li>
<li>
2010 war die Datenmenge des mobilen Internets schon das Dreifache von der Menge des gesamten Internets im Jahr 2000
</li>
<li>
2011 soll der Anteil von Videos am mobilen Datenverkehr erstmals über 50 Prozent steigen.
</li>
</ul></p>

<p>Die Prognosen für die Nutzung von Tablet-PCs wie dem iPad sind ebenfalls euphorisch. Für die USA geht <a href="http://goo.gl/1QqXj">Forrester Research</a> davon aus, dass sich die Zahl der Nutzer von 2010 bis 2015 um das Achtfache auf 82,1 Millionen Tablet-­PC Nutzer erhöhen wird. In einem solchen Wachstumsmarkt sollte es für Medienhäuser recht einfach sein neue Geschäftsmodelle zu entwickeln. Die Realität sieht anderes aus. Das Munkeln wächst langsam zum Schrei heran: Das rechnet sich doch nicht! </p>

<p>Die Ökonomie der Apps für Smartphone und Tablet-PC ist schon in Rezessions-Stimmung. Gerade mal 383 Abonnenten soll die Welt im vierten Quartal 2010 auf dem iPad gehabt haben. Bei der Bildzeitung sollen es 785 sein. Schreibt die <a href="http://blogs.taz.de/hausblog/2011/01/26/taz_verkauft_sechsmal_so_viele_epaper-abos_wie_die_welt/">TAZ.</a> In Anbetracht solcher Zahlen wäre ein Blick in den Business Case von Rupert Murdochs Tageszeitung Daily für das iPad sehr spannend. Nach Berichten der <a href="http://www.bbc.co.uk/news/technology-12345686">BBC</a> sollen dort mehr als 100 Journalisten arbeiten.</p>

<p>Doch auch wer weniger Personal bezahlen muss, zückt immer häufiger den Taschenrechner. Was bedeutet es denn, wenn Apples IOS bei Smartphones und Tablet-PCs Marktanteile verliert? Muss jetzt auch eine App für Android, Windows 7 und BlackBerrys RIM her? Wieviel Mehraufwand braucht es um mit einer App auf dem Android Smartphone und dem Android Tablet-PC vertreten zu sein? Und wie zahlen sich solche Investitionen aus?</p>

<p>Wer lange genug rechnet, kommt irgendwann zu dem Schluss: Browserbasierte Lösungen mit HTML 5 und CSS3 sind eine &#8211; wenn nicht die einzige richtige &#8211; Alternative. Aus heutiger Sicht bieten sie eine hohe Skalierbarkeit wenn in den kommenden Monaten weitere internetfähige Geräte auf den Markt kommen. Die Grundidee vom <a href="http://www.alistapart.com/articles/responsive-web-design/">Responsive Web Design</a> , die Ethan Marcotte 2010 vorgestellt hat, wurde an vielen Stellen weiter entwickelt. Mit <a href="http://informationarchitects.ch/hier-kommt-die-naheliegende-losung-fur-nachrichten-auf-dem-ipad/">der Optimierung von Zeit Online für das iPad</a> haben wir <a href="http://gigaom.com/2010/11/22/rupert-murdoch-still-at-war-with-the-internet/
">unseren Beitrag dazu geleistet.</a></p>

<p>Technisch ist die Alternative zur App-Welt auf einem guten Kurs. Inhaltlich gibt es aber noch viel zu tun. Es ist mehr als fraglich, ob der Leser oder Kunde beim flüchtigen Blick auf das Smartphone den gleichen Text wie am heimischen PC oder auf dem Tablet-PC lesen will. </p>

<p>Wie im klassischen Journalismus  gibt es auch beim digitalen Publizieren einen Katalog von W-Fragen:
<ul>
<li>
Wer liest uns auf welchem Gerät?
</li>
<li>
Wie müssen unsere Inhalte auf den verschiedenen Geräten aufgebaut und strukturiert sein?
</li>
<li>
Wo, d.h. auch in welchen Situation und mit welchem Zeitbudget, werden die Inhalte konsumiert?
</li>
<li>
Was wird auf den einzelnen Geräten gelesen?
</li>
<li>
Wann und mit welchem Informationsbedürfnis wird welches Gerät genutzt?
</li>
</ul></p>

<p>Wer diese Fragen mit zeigemässem geräteunabhängigem Webdesign (Stichwort &#8220;Responsive Web Design&#8221;) beantwortet, braucht keine Apps.</p>

<p>Bild: </a> <a href="http://www.flickr.com/photos/tellumo/66403911
">tellumo</a> bei Flickr</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Hier kommt die naheliegende Lösung für Nachrichten auf dem iPad</title>
		<link>http://informationarchitects.ch/hier-kommt-die-naheliegende-losung-fur-nachrichten-auf-dem-ipad/</link>
		<comments>http://informationarchitects.ch/hier-kommt-die-naheliegende-losung-fur-nachrichten-auf-dem-ipad/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 19 Nov 2010 10:41:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Oliver Reichenstein</dc:creator>
				<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[iA]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://informationarchitects.ch/?p=963</guid>
		<description><![CDATA[Unser erstes Nachrichten-Angebot für das iPad ist da: <a href="http://zeit.de">ZEIT ONLINE</a>. Technisch gesehen ist es "nur" eine Vereinfachung in HTML5. Das Ergebnis sieht auch unglaublich simpel aus. Für uns war die Design-Aufgabe hingegen einer der anspruchsvollsten bisher. <strong>Einfachheit hat zwei Seiten. Auf Benutzerseite bedeutet sie: Jemand hat sich um die Details gekümmert.</strong> Für den Designer bedeutet sie genau das Gegenteil: Benutzerschnittstellen sind für uns wie Schachprobleme ("Wenn er dies macht, mach ich das, wenn er das macht mach ich dies..."). Zuerst scheint das Matt in drei Zügen unmöglich. Hat man die Lösung aber erst mal gesehen, dann kann man sie nicht mehr wegdenken.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Unser erstes Nachrichten-Angebot für das iPad ist da: <a href="http://zeit.de">ZEIT ONLINE</a>. Technisch gesehen ist es &#8220;nur&#8221; eine Vereinfachung in HTML5. Das Ergebnis sieht auch unglaublich simpel aus. Für uns war die Design-Aufgabe hingegen einer der anspruchsvollsten bisher. <strong>Einfachheit hat zwei Seiten. Auf Benutzerseite bedeutet sie: Jemand hat sich um die Details gekümmert.</strong> Für den Designer bedeutet sie genau das Gegenteil: Benutzerschnittstellen sind für uns wie Schachprobleme (&#8220;Wenn er dies macht, mach ich das, wenn er das macht mach ich dies&#8230;&#8221;). Zuerst scheint das Matt in drei Zügen unmöglich. Hat man die Lösung aber erst mal gesehen, dann kann man sie nicht mehr wegdenken.
<span id="more-963"></span></p>

<p>Im Gegensatz zu den meisten Reaktionen auf iPad News-Projekte reagieren die Leser bisher auch <a href="http://twitter.com/search/zeit%20iPad">begeistert</a>. Natürlich macht es uns glücklich, dass so viele kritische Geister unsere Arbeit loben. Doch der eigentliche Grund, warum das Design so gut ankommt, ist ein anderer: <strong>Die Seite ist für den Browser gemacht &#8211; die Hauptanwendung für Inhalte auf dem iPad.</strong> Die Begeisterung der Leser freut uns, überrascht uns aber kaum. Was uns überrascht, ist, dass sich bisher nur sehr wenige Zeitungen die Mühe gemacht haben, ihre Webseiten für das iPad zu optimieren. </p>

<p><object width="100%" height="400"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/h6QlUh4Pung?fs=1&amp;hl=de_DE&amp;rel=0&amp;hd=1"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/h6QlUh4Pung?fs=1&amp;hl=de_DE&amp;rel=0&amp;hd=1" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="100%" height="400"></embed></object></p>

<p>Warum sich Medienhäuser bisher auf den App Store und nicht auf den Browser konzentriert haben, liegt auf der Hand. Apps stellen endlich eine Möglichkeit in Aussicht digitale Inhalte gegen Geld anzubieten. Es steht ausser Frage, dass klassische Medienhäuser weiterhin neue Wege finden müssen, mit Inhalten Geld zu verdienen. Viele (vor allem amerikanische) Verlage haben da auch schon Erfolge zu verbuchen. Auch iA hat zwei News-Applikationen designt (im Moment noch in der technischen Umsetzung). Wir haben inzwischen auch unser eigenes <a href="http://www.informationarchitects.jp/en/writer-for-ipad-first-reactions/">Schreib-Programm</a> für das iPad veröffentlicht. Das verkauft sich wie geschnitten Brot und wir das finden natürlich auch ganz toll.</p>

<p>Aber egal wie aufregend der App Store auch sein mag. Es gibt keinen vernünftigen Grund die naheliegendste Nachrichtenplattform, die Webseite, für das iPad zu vernachlässigen. Wenn man einen starken Auftritt im Browser hat, werden die Chancen eine App zu verkaufen nur steigen. Vorausgesetzt die App ist ihr Geld auch wert.</p>

<p>Die Entwicklung einer HTML basierten Nachrichten-Plattform ist nicht nur billiger und schneller, sie gibt uns auch mehr redaktionelle und technische Kontrolle über die Inhalte. Noch wichtiger ist allerdings, dass diese Variante auch für den User in vieler Hinsicht angenehmer ist. Sie ist leicht zu bedienen und—sie ist kostenlos. <strong>Keine langen Downloads, kein &#8220;wie komme ich jetzt zu&#8230;&#8221;, keine seltsamen Abstürze, kein Problem mit Sharen, Kopieren, Kommentieren, Twittern. Die Seite funktioniert einfach.</strong></p>

<p>Die richtige Form für Nachrichten auf dem iPad zu finden war keine einfache Aufgabe und obwohl es nur eine erste Vision ist, sind wir wortwörtlich hingerissen vom Ergebnis. Ohne die redaktionelle Power von ZEIT ONLINE würde unser Design freilich niemals derart zum strahlen kommen. Nicht die Form und Farbe der Navigation, nicht das Schriftbild, letztendlich sind die Texte und Bilder das, was eine Zeitung ausmacht.</p>

<p>Die Zusammenarbeit mit dem technikaffinen Team um Wolfgang Blau, Fabian Mohr und Nico Brünjes war immer ein grosses Vergnügen. Und auch das sieht man dem Produkt an.</p></p>

<p>Die weiteren Details erklärt Wolfgang Blau, Chefredaktor von ZEIT ONLINE: </p>

<h2>Interview mit Wolfgang Blau </h2>

<p><p><strong>Wenn Sie das &#8220;klassische Web&#8221; mit dem iPad verknüpfen, brauchen Sie
doch eigentlich keine iPad-App mehr, oder?</strong></p>
<p>Wolfgang Blau: Wir haben das iPad nicht mit dem Web verknüpft, das iPad war schon immer mit dem offenen Web verbunden und ist ab Werk mit dem Safari-Browser bestückt. Die enormen
Möglichkeiten des iPad als Surf-Device wurden aber in der verständlichen App-Euphorie der ersten Monate vielleicht etwas übersehen. Wir gehen davon aus, dass es verschiedene Nutzertypen für das iPad gibt. Es gibt Nutzer, die sich lieber an Apps orientieren und andere, die das iPad primär zum Surfen via Browser benützen. Für beide Nutzertypen wollen wir attraktive Angebote schaffen. Die kostenpflichtige Digital-Ausgabe der Wochenzeitung DIE ZEIT wird es aber selbstverständlich auch weiterhin nur innerhalb unserer Bezahl-App und in unserem kostenpflichtigen Premium-Bereich geben.
Unsere App bietet außerdem komfortable Funktionen wie &#8220;Download to Go&#8221; an, die Sie auf unserer offenen Website nicht finden.</p></p>

<p><strong>Verabschieden Sie sich damit auch von der Idee einer kostenpflichtigen App?</strong></p>

<p><p>Wolfgang Blau: Im Gegenteil: Über unsere iPad-optimierte Site haben wir die Möglichkeit, noch mehr iPad-User als bisher zielgenau auf unsere kostenpflichtigen Apps aufmerksam zu
machen. Jeder durchschnittliche iPad-Surfer hat ja auch einen Store-Account. Unsere reichweitenstarke iPad-optimierte Site und unsere kostenpflichtigen Apps werden sich also gegenseitig stärken.
Beispielsweise können wir nun aus kostenpflichtigen Apps heraus auch auf weiterführende, gebührenfreie Inhalte verlinken, die bereits für das iPad optimiert sind und erreichen zugleich über die offene Site noch mehr potenzielle App-Kunden.</p>
<p><strong>Wie wollen Sie es dann grundsätzlich mit dem Thema Paid Content halten?</strong></p>
<p>Wolfgang Blau: ZEIT ONLINE erwirtschaftet mit kostenpflichtigen Premium-Angeboten schon heute stattliche Umsätze und wird in Zukunft weitere Premium-Produkte anbieten. Unsere Verlagskollegen verzeichnen aber auch rasant wachsende Umsätze mit grossflächigen Display-Anzeigen. Aus meiner Perspektive als Redakteur steckt Online-Werbung noch in den Kinderschuhen und beginnt gerade erst, ihr wahres Potenzial zu entfalten. Dazu gehört auch eine Ausdifferenzierung des Online-Werbemarktes in Angebote, die auf schiere Masse setzen und in Premium-Angebote wie ZEIT ONLINE, die eine qualifzierte Zielgruppe ansprechen und sich durch hohe redaktionelle Qualität, den Verzicht auf Boulevardisierung und durch ein Design auszeichnen,
das dem jeweiligen Medium optimal entspricht, sei es ein Mobiltelefon, ein Desktop-PC oder ein iPad.</p>
<p> Die Fragen stellte <a href="http://www.wuv.de/">Dr. Frank Zimmer</a>.</p>
 <p> Weitere Informationen gibt es in der <a href="http://blog.zeit.de/zeitansage/2010/11/17/finger-statt-maus-www-zeit-de-jetzt-auch-fur-das-ipad-und-weitere-tablets-optimiert_542">ZEITansage</a>.</p></p>
]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Cosmic 140 &#8211; Per Anhalter durch die Twitter Galaxis</title>
		<link>http://informationarchitects.ch/c140/</link>
		<comments>http://informationarchitects.ch/c140/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 26 Aug 2010 12:36:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Chris Lüscher</dc:creator>
				<category><![CDATA[Featured]]></category>

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		<description><![CDATA[Hier ist unsere nächste Web Trend Map. In diesem Jahr gibt es keinen Metro-Fahrplan und auch keine Internet-Adressen. Stattdessen zeigen wir die 140 einflussreichsten Twitter User mit #Namen, #Alias, #Kategorie, #Einfluss, #Aktivität sowie wann und was sie zum ersten mal getwittert haben. Es hat uns eine ganze Menge Zeit gekostet bis wir es so genau hatten wie wir es uns vorgestellt hatten. Wir dachten auch nicht, dass die Cosmic 140 so bekannt wie die Web Trend Map 4 wird. Wir haben uns geirrt: <a href="http://www.guardian.co.uk/technology/blog/2010/may/24/twitter-influencers-visualisation">The Guardian</a>, <a href="http://mashable.com/2010/05/24/twitters-influential-users/">Mashable</a>, <a href="http://www.swiss-miss.com/2010/05/new-webtrend-map.html">Swissmiss</a>, <a href="http://www.zeldman.com/2010/05/26/twitter-top-140/">Zeldman</a>, <a href="http://flowingdata.com/2010/05/24/most-influential-people-on-twitter-cosmic-140/">Flowing Data</a>, <a href="http://www.fontblog.de/die-twitter-stars-als-astronomische-karte">Fontblog</a>, <a href="http://www.elmundo.es/blogs/elmundo/catalejo/2010/05/26/twitter-la-galaxia.html">El Mundo</a>, <a href="http://www.huffingtonpost.com/2010/05/24/most-influential-people-o_n_587452.html">Huffington Post</a>, <a href="http://newsweek.tumblr.com/post/628119119/today-in-infographics-that-are-cool-but-really-far">Newsweek</a>, <a href="http://www.fastcompany.com/1651468/infographic-of-the-day-the-140-most-influential-people-on-twitter?partner=rss&#038;utm_source=feedburner&#038;utm_medium=feed&#038;utm_campaign=Feed:%20fastcompany/headlines%20(Fast%20Company%20Headlines)">Fast Company</a>, <a href="http://www.readwriteweb.es/general/web-trend-map-2010-big-bang-twit/">ReadWriteWeb</a>, <a href="http://laughingsquid.com/cosmic-140-charting-the-140-most-influential-people-on-twitter/">Laughing Squid</a>, <a href="http://gizmodo.com/5546602/twitter-twitter-little-star-chart">Gizmodo</a>, <a href="http://www.bbc.co.uk/blogs/seealso/2010/05/tech_brief_13.html">the BBC</a>, <a href="http://bits.blogs.nytimes.com/2010/05/26/what-were-reading-influential-people/">The New York Times</a> und viele mehr haben über uns berichtet.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Hier ist unsere nächste Web Trend Map. In diesem Jahr gibt es keinen Metro-Fahrplan und auch keine Internet-Adressen. Stattdessen zeigen wir die 140 einflussreichsten Twitter User mit #Namen, #Alias, #Kategorie, #Einfluss, #Aktivität sowie wann und was sie zum ersten mal getwittert haben. Es hat uns eine ganze Menge Zeit gekostet bis wir es so genau hatten wie wir es uns vorgestellt hatten. Wir dachten auch nicht, dass die Cosmic 140 so bekannt wie die Web Trend Map 4 wird. Wir haben uns geirrt: <a href="http://www.guardian.co.uk/technology/blog/2010/may/24/twitter-influencers-visualisation">The Guardian</a>, <a href="http://mashable.com/2010/05/24/twitters-influential-users/">Mashable</a>, <a href="http://www.swiss-miss.com/2010/05/new-webtrend-map.html">Swissmiss</a>, <a href="http://www.zeldman.com/2010/05/26/twitter-top-140/">Zeldman</a>, <a href="http://flowingdata.com/2010/05/24/most-influential-people-on-twitter-cosmic-140/">Flowing Data</a>, <a href="http://www.fontblog.de/die-twitter-stars-als-astronomische-karte">Fontblog</a>, <a href="http://www.elmundo.es/blogs/elmundo/catalejo/2010/05/26/twitter-la-galaxia.html">El Mundo</a>, <a href="http://www.huffingtonpost.com/2010/05/24/most-influential-people-o_n_587452.html">Huffington Post</a>, <a href="http://newsweek.tumblr.com/post/628119119/today-in-infographics-that-are-cool-but-really-far">Newsweek</a>, <a href="http://www.fastcompany.com/1651468/infographic-of-the-day-the-140-most-influential-people-on-twitter?partner=rss&#038;utm_source=feedburner&#038;utm_medium=feed&#038;utm_campaign=Feed:%20fastcompany/headlines%20(Fast%20Company%20Headlines)">Fast Company</a>, <a href="http://www.readwriteweb.es/general/web-trend-map-2010-big-bang-twit/">ReadWriteWeb</a>, <a href="http://laughingsquid.com/cosmic-140-charting-the-140-most-influential-people-on-twitter/">Laughing Squid</a>, <a href="http://gizmodo.com/5546602/twitter-twitter-little-star-chart">Gizmodo</a>, <a href="http://www.bbc.co.uk/blogs/seealso/2010/05/tech_brief_13.html">the BBC</a>, <a href="http://bits.blogs.nytimes.com/2010/05/26/what-were-reading-influential-people/">The New York Times</a> und viele mehr haben über uns berichtet.<br />
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<p><a href="/wp-content/uploads/2010/08/Cosmic-140.gif" class="enlarge">
    <img alt="Cosmic 140" src="/wp-content/uploads/2010/08/Poster3.jpg" style="border:none !important;" title="Cosmic 140" />
</a></p>

<ul class="tile has4col mt0 mb0">
    <li>
        <a href="/wp-content/uploads/2010/08/Poster1.jpg" class="enlarge">
            <img alt="Cosmic 140" src="/wp-content/uploads/2010/08/Poster1-150x150.jpg" width="136" />
        </a>
    </li>   
    <li>
        <a href="/wp-content/uploads/2010/08/Poster5.jpg" class="enlarge">
            <img alt="Cosmic 140" src="/wp-content/uploads/2010/08/Poster5-150x150.jpg" width="136" />
        </a>
    </li>   
    <li>
        <a href="/wp-content/uploads/2010/08/Poster6.jpg" class="enlarge">
            <img alt="Cosmic 140" src="/wp-content/uploads/2010/08/Poster6-150x150.jpg" width="136" />
        </a>
    </li>   
</ul>

<p><p></p></p>

<p>Wie die <a href="/wtm4/">bisherige Web Trend Map</a> ist Cosmic 140 ein A0 Poster auf hochwertigem Qualitätspapier. Die Bereiche die im Download grau erscheinen sind im Original mit PP-Lack beschichtet. Das ganze Poster ist deshalb schwarz und weiss ohne irgendein grau. </p>

<h2>Vor dem Kauf testen</h2>

<p>Wir haben 1000 Exemplare in höchster japanischer Druckqualität auf hochwertigem Qualitätspapier und mit der PP-Lack-Beschichtung produziert. Wer es selbst in Schwarz und Grau ausdrucken will kann dies tun.  Wir bieten ein <a href="/wp-content/uploads/2010/08/C140_1_1.pdf">kostenloses PDF</a> (1,1 MB) zum ausdrucken und ausprobieren an. Wir machen das, weil wir überzeugt sind, dass unser hochwertiger japanische Druck wesentlich besser ist. </p>

<h2>Woher kommen die Informationen?</h2>

<p>Wir haben die Informationen in unserer Web Trend Engine  (30gigs) analysiert. Gleichzeitig erhielten wir einen Blick in die Top-100-Liste des <a href="http://an.kaist.ac.kr/~mycha/docs/icwsm2010_cha.pdf">Twitter-Forschungsteams am Max Planck Institut</a>. Wir haben direkt mit Twitter gesprochen. Um sicher zu gehen, dass wir auch internationale Tweeters in der Untersuchung haben wurde gleichzeitig unser Kunden- und Bekanntenkreis befragt.  </p>

<h2>Jetzt Bestellen</h2>

<p>Die Cosmic 140 kann jetzt bestellt werden. Ich möchte mich beim Twitter-Team, iA’s Star-Designern Takeshi Tanaka und Johann Prag sowie den freiwilligen Helfern, die an der ersten Feedback-Runde teilgenommen haben, bedanken. Dank gilt auch dem unglaublichen Craig Mod für den Support mit seinen Adleraugen. </p>
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