Wir Trödler
Donnerstag, 2. April 2009
Der wichtigste Antrieb, sich für ein soziales Netzwerk wie Facebook anzumelden, ist das Bedürfnis, Leute auszuspionieren, die man nicht physisch trifft. Dass soziale Netzwerke unglaubliche Zeitfresser sind, haben Arbeitgeber längst verstanden und teilweise mit der Sperrung von Trödelseiten am Arbeitsplatz reagiert. Doch Menschen sind anpassungsfähig und wenn der Arbeitgeber ein gerade krisengeschütteltes Finanzinstitut ist, die Geschäfte langsam laufen, Zeit für unsinnig Beschäftigung frei wird, Facebook aber gleichzeitig nicht mehr zugänglich ist, entstehen neue Wege zur Entladung von Trödel-Energie.
Zugegeben, dieser Trödeldetektiv ist ein Aasfresser digitaler Daten und gewinnt wohl nie den Firmen-Ethikpreis. Eines muss man ihm trotz seiner offensichtlichen Widerlichkeit lassen: Sein Job ist interessanter als der von uns Trödlern.